Ausgezeichnete Artenvielfalt in steilen Weinbergen

Wenn es verführerisch nach Wildkräutern duftet, wenn Weinschwärmer mit Hang zu Weidenröschen Steppensattelschrecken begegnen und Salamander über Trockenmauern sausen – dann ist man mitten drin in den Weinbergen der Mosel. Am Samstag und Sonntag, 25. und 26. Mai, sind die „Rahmenbedingungen“ nicht anders. Und trotzdem erwacht das gesamte Weinanbaugebiet der Mosel an beiden Tagen zu besonderem Leben: Die „Lebendigen Moselweinberge“ locken mit einem (arten)vielfältigen Programm.
Ausgezeichnete Artenvielfalt in steilen Weinbergen
Bild: dpa

Was entlang der Mosel einen bunten Strauß an informativen und unterhaltsamen Angeboten bereithält, basiert auf einem ernsten Hintergrund und birgt eine bedeutende Botschaft: Denn 1992 wurde in Rio de Janeiro die Konvention zur biologischen Vielfalt auf den Weg gebracht. Fast 10.000 Kilometer Luftlinie von der brasilianischen Stadt entfernt – nämlich an der Mosel – ist dieses internationale Umweltabkommen längst mehr als nur ein Stück Papier. Die Initiative „Lebendige Moselweinberge“ ist sozusagen die regionale Antwort und Reaktion auf die Bekundung zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Bereits zum zweiten Mal werden die „Lebendigen Moselweinberge“ als UN-Dekade-Projekt zur Förderung der biologischen Vielfalt ausgezeichnet.

Am 25. Mai um 10 Uhr, eröffnen Andy Becht, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, und Mosel-Weinkönigin Laura Gerhardt die Veranstaltung in Senheim. Passend dazu wird die Filmpremiere zum Leuchtpunkt der Artenvielfalt „Mesenicher Steinreichskäpp“ stattfinden. Anschließend führt Diplombiologin Dr. Corinna Lehr die Gäste in die faszinierende Welt von Flora und Fauna der Weinberge. Die „Tage der Lebendigen Moselweinberge“ der Regionalinitiative Mosel feiert in diesem Jahr ihre vierte Auflage. Erneut geht es darum, die Vielfalt in den Weinbergen zu entdecken, kennenzulernen und möglichst vielen Menschen „Landschaftserlebnis plus“ zu bieten.

Schnuppern, staunen, schlürfen: Von der Ober- bis zur Untermosel entführen 21 Wanderungen und Exkursionen in die besondere Welt der Weinbergsflora, der Vögel, Schmetterlinge, Wildbienen und Reptilien. Dabei sind die Teilnehmer auch schon einmal mit dem Kanu von Schoden nach Kanzem unterwegs. Im Sommerauer Schloßberg, einem Kleinod an der Ruwer, oder im ersten Weinberg der Mosel, dem Koblenzer Marienberg, gibt es viel zu entdecken. In Workshops wird der Bau von Trockenmauern und Insektenhäusern gezeigt, und die Teilnehmer dürfen bei botanischen Spaziergängen sogar den Burggarten der Ravenés in Cochem kennen lernen. Selbstverständlich wird auch mit regionalen Köstlichkeiten in und vor allem aus der Natur nicht gespart. Denn in den Weinbergen fühlen sich nicht nur vielfältige Arten zuhause, dort gedeiht auch ausgezeichneter Wein! Weitere Informationen und Programm unter www.lebendige-moselweinberge.de (Text: Mosellandtouristik)

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