"Radl-Fieber" zwischen den Thermen

(obx) - Bad Füssing ist mit seinen jährlich mehr als zwei Millionen Übernachtungen Gäste gewohnt. Am ersten Augustwochenende wird sich der Kurort an der bayerisch-österreichischen Grenze dennoch im "Ausnahmezustand" befinden: Bad Füssing ist am 2. und 3. August Ziel der 30. BR-Radltour mit 1.100 Teilnehmern, tausenden begeisterten Fans am Streckenrand, Konzerthöhepunkten unter freiem Himmel und dem "Dahoam is Dahoam"-Familientag. In Summe rechnet der Bayerische Rundfunk an beiden Tagen mit rund 20.000 Menschen, die nach Bad Füssing strömen. "Die BR-Radltour ist ein absolutes Top-Highlight für unseren Ort", sagt Kurdirektor Rudolf Weinberger.
"Radl-Fieber" zwischen den Thermen
Bild: obx-news/Bayerischer Rundfunk

Die BR-Radltour führt als eines der größten Freizeitsport-Events in Bayern an sieben Etappentagen über 550 Kilometer durch vier bayerische Regierungsbezirke: Oberfranken, Mittelfranken, Oberpfalz, Niederbayern. Nach einem Rundkurs in Bad Staffelstein geht es weiter nach Hollfeld (29. Juli), Lauf an der Pegnitz (30. Juli), Schwandorf (31. Juli), Deggendorf (1. August) und schließlich nach Bad Füssing. "Wir gehen davon aus, dass das die größte Veranstaltung ist, die je in Bad Füssing stattgefunden hat", sagt Manuela Bauhuber. Bei der Leiterin des örtlichen Veranstaltungsservice laufen alle organisatorischen Fäden für das Event zusammen.

Am Freitag gastiert "Glasperlenspiel" in Bad Füssing und am Samstag Claudia Koreck. Beide Konzerte sind für Besucher kostenlos. Am Samstag ist der Ort Gastgeber für den traditionellen BR-Radltag - der Bayerische Rundfunk rechnet mit zusätzlichen rund 1.000 "Tagesradlern" - sowie für den Familientag der beliebten Fernsehserie "Dahoam is Dahoam". Alle Stars der Serie werden vor Ort sein - mit buntem Bühnenprogramm, Autogrammstunden und Musik. "Der Familientag lockt regelmäßig etwa 10.000 Besucher an", weiß Manuela Bauhuber.

Die Vorbereitungen für die beiden Tage sind eine Mammutaufgabe: Allein der Bayerische Rundfunk begleitet die Radtour mit rund 250 Mitarbeitern. Bei der ersten Infoveranstaltung saßen fast 40 Beteiligte vom BR, von der Gemeinde, von Polizei, Feuerwehren und Rettungsdiensten mit am Tisch. Die Beschäftigten der Gemeinde dürfen vor und während der Radltour keinen Urlaub nehmen.

Derzeit ist das Bad Füssinger Organisationsteam dabei, Quartiere für die rund 1.100 Teilnehmer der Radltour vorzubereiten. Unterstützt werden die Verantwortlichen in der Gemeinde dabei vom Technischen Hilfswerk. Dieses sorgt für den Transport des Gepäcks und der Schlafmatratzen von einem Tagesziel zum nächsten. Vor Ort sind die örtlichen Helfer gefragt, die bei der Einrichtung der Schlafplätze Hand anlegen müssen. Vorbereitet werden ebenfalls Zugangskontrollen zu den Quartieren und bewachte Radl-Abstellplätze. "Wir müssen auch die Verköstigung der Teilnehmer mit Abendessen und Frühstück sicherstellen", so Bauhuber. Anspruchsvoll sei besonders auch die Planung der Infrastruktur vor Ort: Reichen Strom- und Wasseranschlüsse aus? Ist die Zufahrt für die großen Lkw der Bühnenbauer möglich?

Es sind viele Detailanforderungen, die Bad Füssing als Zielort erfüllen muss und viele Situationen und Eventualitäten, auf die sich die Gemeinde derzeit einstellt: Dazu gehören unter anderem ein Rettungskonzept mit Hubschrauber-Landeplatz und ein umfassendes Sicherheitskonzept. "Die Umsetzung dieses Sicherheitskonzepts, das vom BR erstellt und der Regierung zur Genehmigung vorgelegt wird, umfasst allein rund 100 Seiten", sagt Manuela Bauhuber. Darin werde genau definiert, wer wofür Ansprechpartner ist und wann, wo und wie viele Feuerwehrleute und Polizeibeamte notwendig sind.

Das ganze Open-Air-Areal muss eingezäunt werden, so sehen es die Sicherheitsvorkehrungen vor. Eine Sicherheitsfirma wird Zugänge und Taschen checken. Für die Sicherheitskräfte wird es eine eigene Einsatzzentrale geben. Die große Unbekannte für das Wochenende bleibt das Wetter: "Der BR ist in ständigem Kontakt mit dem deutschen Wetterdienst um frühzeitig auf mögliche Unwetterwarnungen reagieren zu können", weiß die Bad Füssinger Cheforganisatorin. Eine weiträumige Verkehrsplanung wird an dem Radl-Wochenende dafür sorgen, dass Besucher möglichst komfortabel zu ihren Parkplätzen finden.

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