Rückkehr des "Goldfiebers"

(obx) - Im Mittelalter waren das bayerisch-böhmische Grenzgebiet und Oberfranken das Zentrum der europäischen Goldproduktion. Die Goldvorkommen in Ostbayern und im benachbarten Böhmen zählten damals zu den ergiebigsten in Europa. An mehr als 30 Orten wurde damals nach Gold geschürft oder in den Bächen Gold gewaschen. Jetzt sind die Goldsucher wieder da.
Rückkehr des "Goldfiebers"
Bild: obx-news/ Tourist-Information Oberviechtach

Hunderte von Kilogramm Gold schlummern nach Schätzung von Geologen noch immer in den Gesteinsformationen und Wasserläufen des Bayerischen und Oberpfälzer Waldes. Der letzte kommerzielle Versuch, in Ostbayern Gold zu gewinnen, wurde 2009 nahe Oberviechtach in der Oberpfalz mangels Rentabilität eingestellt.

Den "goldenen Boden" nutzen inzwischen zunehmend die Touristikmanager: In zahlreichen Orten wurden alte Goldgruben reaktiviert und in vielen Bächen neue Goldwaschplätze eingerichtet. Mittlerweile lassen bereits Tausende von Urlaubern vor allem im Sommer an den alten Fundstätten die Goldpfannen kreisen.

Das Goldschürfen für Touristen in Ostbayern boomt: In Oberviechtach (Landkreis Schwandorf) verbindet ein eigener historischer Lehrpfad auf den Spuren des edlen Metalls in einzigartiger Weise herrliche Natur und Geschichte. "Wir wollen die goldene Geschichte den Feriengästen und Einheimischen bei geführten Wanderungen mit aktivem Goldwaschen an den alten Waschplätzen näherbringen", sagt Sigrid Breitschafter von der örtlichen Tourist-Information. "Dabei sind Abenteuer und Freizeitspaß garantiert." Das Bayerische Landesamt für Umwelt zählt das Oberviechtachter Goldabbaugebiet mit seinen zahllosen Bodendenkmälern heute zu den außergewöhlichsten "Goldenen Geotopen Bayerns". Mehr Informationen: www.oberviechtach.de

Social Media


Besuchen Sie uns auf:
Facebook

Kontakt

  • Zentrale: +49 (0) 2381 915 - 100
  • EMail

Sonstiges