Sprudelnde Dreese

Vor rund 10.000 Jahren hat es das letzte Mal in der Eifel gewaltig gekracht, Lavaströme bahnten sich ihren Weg, Maare bildeten sich und die Landschaft, wie wir sie heute kennen, hat sich geformt. Die Elemente haben über viele Jahrmillionen miteinander gerungen und sich gegenseitig beeinflusst. Die gewaltigen Erdbewegungen sind vorbei, doch unter der Oberfläche, in großer Tiefe sprudeln sie, die Mineral- und Kohlensäurequellen der Vulkaneifel. Sie schenken uns heute noch köstliches Wasser.
Sprudelnde Dreese
Bild: © Eifel Tourismus GmbH, D. Ketz

In der Eifel heißen sie Drees und fast jeder Ort hat seine eigene Quelle. Das Besondere: An vielen Stellen kann man sich auch heute noch frisches Quellwasser abzapfen. Wie erfrischend es ist, während einer Wanderung die Trinkflasche mit prickelnd sprudeligem Wasser zu befüllen und den Durst damit zu löschen! Verschiedene Wanderwege ermöglichen es, auf einer Tour einen Stopp einzulegen.

Schon die Römer rühmten die Wasserqualität und bauten Leitungen bis nach Köln, um selbst dort das Eifelwasser genießen zu können. Die Mineralwässer aus der Vulkaneifel sind außerordentlich reichhaltig an wertvollen Mineralien. Das verdanken sie dem vulkanischen Untergrund, den sie auf ihrem langen Weg durchlaufen. Das Kohlendioxid, aus dem in Verbindung mit Wasser Kohlensäure entsteht, ist für die Mineralanreicherung verantwortlich. Es stammt aus dem Erdinneren und ist quasi der Atem der Vulkane. Dabei ist kein Drees wie der andere, jedes Wasser schmeckt anders. Der Bodenbacher Drees gehört zu diesen Quellen, die munter sprudeln. Natürlich überprüft das Gesundheitsamt regelmäßig die Qualität der Mineralquellen, daher kann das Wasser ohne Bedenken gekostet werden. Auf Informationstafeln erfahren die Besucher mehr über die vulkanische Vergangenheit der Umgebung und die jeweiligen mineralischen Zusammensetzungen.

Der Geo-Thermenweg verbindet Vulkane, Maare und Dreese. Rund um das Eichholzmaar, dem nördlichsten wassergefüllten Maar der Eifel, wurden zwei attraktive Erlebnisrundwege (ca. neun Kilometer pro Schleife) geschaffen. Oberhalb und unterhalb des Eicholzmaares findet man im Bachtalbereich des Gusbachs zwei Mineralquellen. Am Steffelner Drees kommt der Vulkanpfad von Jünkerath nach Gerolstein vorbei. Vom Steffelner Drees sind es wenige Gehminuten über den Vulkanpfad bis zum Eichholzmaar talabwärts. Die Mineralquelle fördert CO2-haltiges Wasser, welches einen hohen Eisen- und Mangangehalt aufweist. Dies machen die rötlichen Verfärbungen am Quellbecken sichtbar. Von April bis Oktober bietet der örtliche Eifelverein anlässlich der Mittwochsführungen auch einen Abstecher zum Eichholzmaar und zum Steffelner Drees an. Verschiedene andere Dreese wie das Demerather Drees, Dunaris-Quelle, Hotzendrees, Steinborner Drees und Lindenquelle befinden sich an Wander- und Radwegen und man kann sich auf einer Tour an der Quelle bedienen und seine Wasserflasche mit einem einzigartigen Mineralwasser befüllen.

»Brubbelig« auf ganz andere Weise wird es in Wallenborn. Völlig unspektakulär sieht es zunächst am Brunnen mitten im Ort aus. Doch dann schießt plötzlich eine Fontäne 9°C kalten Wassers in den Himmel und sprudelt sechs Minuten lang in die Höhe. Dann - so blitzartig wie alles begonnen hat - ist das Schauspiel wieder vorbei. Alle 35 Minuten wiederholt sich die Szenerie. Grund ist ein Druck, der sich in einer unterirdischen Kammer aufbaut. Wenn der Druck die darüber stehende Wassersäule übersteigt, schießt das Wasser gewaltig in die Höhe. »Brubbel« nennen die Einheimischen den Wallenden Born, wie er offiziell heißt. Daran schließt sich ein 3,5 Kilometer langer Brubbelpfad an.

Weitere Informationen zu Vulkanischen Phänomene und der Ferienregion Eifel: Eifel Tourismus GmbH, 54595 Prüm, E-Mail: info@eifel.info und unter www.eifel.info im Internet.

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