Beethovenfest Bonn

Zum Jubiläumsjahr 2020 bietet das Beethovenfest Bonn neben seiner traditionellen Spielzeit im Herbst eine zweite, mit prominenten Orchestern besetzte Saison im Frühjahr an.
Beethovenfest Bonn
Bild: Oliver Berg/dpa

Unter der Intendanz von Nike Wagner lädt das Beethovenfest Bonn alljährlich zu drei Wochen alter, klassischer und neuer Musik. Im Mittelpunkt des Festivals stehen die Werke Beethovens sowie musikalische und künstlerische Werke, die dem Geist Beethovens bis in die heutige Zeit verpflichtet sind. Mit international renommierten Künstlern, Ensembles und Produktionen
verwandelt das Beethovenfest die Stadt Bonn in einen Treffpunkt von Musikliebhabern aus aller Welt.
13.- 22. März 2020 - Symphonien-Zyklus: Im März 2020 wird der griechisch-russische Ausnahmedirigent Teodor Currentzis einen Zyklus aller neun Symphonien Ludwig van Beethovens in Bonn präsentieren, zusammen mit »seinem« Orchester musicAeterna der Oper Perm, die Currentzis seit 2011 leitet: An fünf Abenden also »alle Neune«. Aber keineswegs der Reihe nach. Der revolutionären Dritten stellt Currentzis die ebenfalls schon wegweisende Erste an die Seite, die gradlinige Zweite wird gegen das
überbordende Pathos der Fünften ihren klassischen Charakter offenbaren, die idyllische Vierte dient dazu, die entfesselten Kräfte
der »Pastorale« abzufedern, untrennbar scheinen die heitere Achte und die rhythmisch-markante Siebte. Ganz alleine schließlich und mit großartigen Solisten erklingt die zukunftsweisende Neunte.
Europäischer Zyklus: Fünf bedeutende europäische Komponisten der Gegenwart waren gebeten worden, auf ein Beethoven-Werk ihrer Wahl mit einer neuen Komposition zu reagieren. Fünf exemplarische Werke sind entstanden, jeweils mit Beethoven »im Hinterkopf«. Auf ihre Weise bilden diese neuen Werke nun selber eine Reihe, die uns über den Stand des Komponierens im Europa unserer Tage unterrichtet.
Im Beethoven-Jubiläumsjahr werden diese fünf Werke nun in enger zeitlicher Abfolge erklingen. Dafür sorgen fünf Orchester aus den jeweiligen Herkunftsländern der Komponisten, große Ensembles aus Österreich, Frankreich, Italien, Deutschland und Russland. Und weil sie in unserer neuen Frühjahrs-Saison spielen – und in den März der Todestag Beethovens fällt –, fügen wir große späte Werke der »alten« Meister hinzu, ebenfalls länderspezifisch. Mozart ist mit seinen beiden letzten Symphonien dabei, mit der »Symphonie fantastique« von Hector Berlioz erklingt das große Künstlerepos der Romantik, in Verdis Chorzyklus »Quattro Pezzi Sacri« geht es um letzte Dinge, und von Brahms und Tschaikowsky kommen die letzten Symphonien zu Gehör – beide Ausdruck der tiefen Verehrung für das große Vorbild und revolutionäre Genie aus Bonn.
Sonderkonzert im Kölner Dom: Eine Begegnung der besonderen Art wird das Konzert mit Kent Nagano und Concerto Köln
am 21. August 2020 im Kölner Dom mit Beethovens Missa Solemnis op. 123 und dem GESANG DER JÜNGLINGE von Karlheinz Stockhausen.
4.-27. September 2020: Symphonische Höhepunkte setzt das Beethovenfest Bonn 2020 durch namhafte Orchestereinladungen beispielsweise an das Bayreuther Festspielorchester, das Pittsburgh Symphony Orchestra mit Anne-Sophie Mutter, das Kammerorchester Basel das Ungarische Nationalorchester oder die Academia di Santa Cecilia mit Antonio Papano und
Igor Levit als Solisten.
Im Festivaljahrgang 2020 wird ein dramaturgischer Schwerpunkt auf dem Opernstoff der »Leonore« liegen. Neben einer Fidelio-Produktion des Theater Bonn erwartet das Publikum drei Opern der Beethoven-Zeitgenossen Pierre Gaveaux, Fernando Paër und Johann Simon Mayr, die ebenfalls Leonoren-Opern geschrieben haben. Das Salzburger Marionettentheater ergänzt diese Reihe um einen »Fidelio en miniature« als Puppenspiel.
Alle Symphonien Beethovens in den Klavierfassungen von Franz Liszt stellen einen besonderen Kontrapunkt zu dem Symphonienzyklus im März 2020 dar. Im September 2020 lädt das Beethovenfest Bonn zu einem Gipfeltreffen solch seltener Wunderpianisten. Sie werden die neun Symphonien unter sich aufteilen. Da ist der »stürmische Poet« Boris Bloch, der in Odessa
geboren wurde und inzwischen in seiner Wahlheimat Deutschland lebt, Konstantin Scherbakov, ebenfalls Russe, bekannt geworden als Gewinner des polnischen ChopinWettbewerbs, außerdem der vielfach preisgekrönte Deutsche Hinrich Alpers und der französisch-zypriotische Pianist Cyprien Katsaris, in dessen Repertoire Liszt seit jeher eine Sonderstellung einnimmt.

(Text: Tourismus & Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler)

Social Media


Besuchen Sie uns auf:
Facebook

Kontakt

  • Zentrale: +49 (0) 2381 915 - 100
  • EMail

Sonstiges